Theodor Kramer Gesellschaft

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Unveröffentlichte autobiographische Texte und Dokumente im Archiv der Theodor Kramer Gesellschaft

(work in progress)

Im Kontext der Bemühungen, die schriftlichen Zeugnisse und autobiographischen Texte österreichischer AutorInnen, in denen sich die Erfahrungen von Exil, Widerstand, Verfolgung der Jahre 1930-1950 spiegeln, vielseitig zugänglich zu machen, wurden die im Archiv der Theodor Kramer Gesellschaft befindlichen ungedruckten autobiographischen Zeugnisse aufgrund eines Sonderprojektes der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gesichtet, katalogisiert und verschlagwortet. Das Projekt wurde von Mag.a Kathrin Sippel ausgeführt. Die vorliegende Zusammenstellung wird die Grundlage weiterer Sondierungen und Erkundungen des Materials sein, u.a. in Hinblick auf weitere Verschlagwortungserfordernisse und auf kollektivbiographische Aspekte.
Auf Grundlage dieser Untersuchung werden nach Klärung von Urheberrechtsfragen Textausschnitte abrufbar sein.

„Zur Biographik und Autobiographik von Verfolgung, Widerstand und Exil: Sichtung und Bearbeitung eines Bestandes an unveröffentlichten Dokumenten österreichischer Exilierter“, ein Projekt des Instituts für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wurde finanziert aus Mitteln der Kulturabteilung der Stadt Wien für die Durchführung von Wienbezogenen Sonderprojekten der ÖAW. Die Laufzeit war von 1. 6. 2018 bis 31. 5. 2019.
Mittels einschlägiger Lexika und Internetrecherchen wurden gezielt Bestände zu Personen ausfindig gemacht, die während des Nationalsozialismus im Exil oder im Widerstand bzw. von Verfolgung und Internierung betroffen waren. Aus dieser Auswahl – der Umfang reicht von wenigen Dokumentseiten bis zu mehreren Archivboxen – wurden in einem nächsten Schritt jene Bestände ausgewählt, die über Zeitungsartikel oder Kopien hinaus Originalmaterialien enthalten. Danach wurde über Verzeichnisse wie das Register der Zeitschrift „Zwischenwelt“, anhand der Bibliotheksbestände der TKG und durch Internetrecherchen ausgeschlossen, dass die autobiographischen Texte und Dokumente bereits publiziert sind. Die ausgewählten Texte und Dokumente wurden nach folgenden Schlagworten/Punkten systematisch erfasst:

  • Autor*in, Pseudonym
  • Lebensdaten, Verweis auf Lexika
  • Geographische Herkunft
  • Soziale/religiöse Herkunft
  • Beruf(e), Ausbildung
  • Fluchtgrund
  • Flucht legal (Dokumente)/illegal
  • Fluchtweg Jahreszahlen Länderkürzel
  • Exilländer/orte
  • Rückkehr
  • politische, kulturelle, religiöse, soziale Vernetzungen
  • Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt
  • Überlieferung/Eingang
  • Aufbewahrungsort im Archiv der TKG, nach Abteilungen
    Autor*innen/Projekte: Umfangreiche Sammlungen
    Informationen/ Kontakt: Mappen mit einzelnen Dokumenten
    Otto Harpner Papers
    Herbert Exenberger-Archiv
  • Rechtenachweis
  • Art des Texts: z. B. lebensgeschichtliche Aufzeichnung, Episode, romanhaft, in Gedichtform etc.
  • Form (MS, TS), Umfang
  • Entstehungszeit (Vermutung, Wahrscheinlichkeit)
  • Fluchtsituationen, Exilsituationen
  • Adressat*innen
  • Sprache wenn nicht Deutsch

Nicht für alle Autor*innen und Texte konnten, trotz intensiver Nachforschungen, alle Punkte geklärt werden.

 

AUS DEM ARCHIV DER THEODOR KRAMER-GESELLSCHAFT


Hugo Abel, Gedichte

Wien, 17.1.1906-4.6.1961 (Selbstmord)
Sieglinde Bolbecher/ Konstantin Kaiser: Lexikon der Österreichischen Exilliteratur (Wien 2000), S. 23-24.
Soziale/religiöse Herkunft: Arbeiterschaft
Ausbildung zum Fotografen. Tätigkeiten als Büroangstellter, Arbeiter, Musiker, Vertreter, Schriftsteller, zur Wehrmacht eingezogen
Widerstandstätigkeit: 1944 desertiert zur Roten Armee, Radiopropaganda

Gedichte
1938: Meinen Freunden im Jahr 1938
1940: Auf Marschübung, Garnison in der Kleinstadt, Soldatentrinklied
Der müde Soldat: Ein Lied, Im Volkston, Soldatengräber in Ostgalizien, Bei Kriegsgefangenen, Streife in Polen, Stacheldraht, In Stein zu meisseln, Wecken, Soldatenbegräbnis, Trübseliges Jubiläum, Feldwebel Günther, Ein Unteroffizier
Von Hugo Abels Tochter 1998 übergeben
Abt. Autor*innen/ Projekte
Gedichte
Typoskripte (Schreibmaschine) in Kopie
Entstehungszeit: 1938,40 ff.
Adressat*innen: Hugo Abels Frau gewidmet, Publikation intendiert


Paula Arnold née Kellner: Texte, Korrespondenz

Wien 18.2.1885 – Binyamina (Israel) 5.9.1968
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Vater Leon Kellner Universitätsprofessor für Anglistik
Studium der Germanistik und Anglistik in Wien und London, Pädagogische Hochschule für Mädchen, Lehrerin am Chajes-Realgymnasium in Wien

Emigration nach Palästina 1933, legal, Wohnort Binyamina
Rückkehr: Nein
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: Richard Beer-Hoffmann, Hermann Struck, Henriette Szold, Gerschom Agron
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Auszug aus Streiflichter - Bruchstücke aus einem Memoirenwerk, Nr. 19/1 (2002), S. 36-38

Streiflichter - Bruchstücke aus einem Memoirenwerk
Von Evelyn Adunka am 25.9.2008 übergeben
Abt. Informationen/Kontakt
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine), 22 S.
Entstehungszeit: Hinweis: Paula Keller erwähnt im Text ihre Urenkel
Inhalt, Exilsituationen: Unterschiedliche Mentalitäten von Alteingesessenen und neu angekommenen „Jeckes“; Feindseligkeit der Araber, Unruhen, Besuch von Richard Beer-Hoffmann, Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg und im Befreiungskrieg
Adressat*innen: Familie, Publikation intendiert
Überlieferung: Durch den Enkel Dan Arnold/Vermittlung von Evelyn Adunka, 2018
Abt. Autor*innen/ Projekte
Briefwechsel Paula Arnolds mit Tochter Hannah (blieb 1933 in Wien, später CH, USA, 1953 wieder Wien) 1938-1968 (Tod Paulas); Briefwechsel Leon Kellners (Vater von Paula Arnold) mit u. a. Otto Zoff, Alphonse Daudet, Coudenhove Kalergi, Max Kalbeck, H. G. Wells, um 1900; Tagebuch der Eltern über Paula Kellner u. v. m.
Adressat*innen: Private Korrespondenzpartner*innen


Teddy Arnold: Unaufgearbeiter Nachlass: Kurzgeschichten und Gedichte

Wien 10.8.1914 – Binyamina 28.2. 2002
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Eltern Paula Arnold und Rechtsanwalt Max Arnold
LKW-Fahrer, Mechaniker, Inhaber einer VW-Werkstatt
Emigration, Palästina 1933, legal, Wohnort Binyamina
Rückkehr: Nein
Überlieferung: Durch Vermittlung von Evelyn Adunka, 2005
Abt. Autor*innen/ Projekte
Gedichte, u. a. A Charmed Life, Balance Sheet/ Credit/ Profit and Loss, City of the Damned, Frontline Report, Hail to the Dep of Stat, Simplification at 42° Centigrade, The Constant Voice: A Desert Tale, The Emigrants, The Journey, The Making of a Nation, The Provisional Man: An Israeli Profile, The Summer War, The Summer Wind.
Dutzende Kurzgeschichten, u. a. Common Sense, 19 S., The Chicken and the Egg, 2 S., The Vanished Craft, 4 S.
Typoskripte (Schreibmaschine), Manuskripte (Kugelschreiber)
Entstehungszeit unbekannt, vermutlich über viele Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert
Sprachen: Englisch und Deutsch


Shulamit Arnon (née Rahel Shulamit Schlossberg): Gedichte; Kurzgeschichte Palästina, die hebräische Sprache und mein Lehrer M. Blich

* Königsberg 1929
Geographische Herkunft: Ostpreußen
Soziale/religiöse Herkunft: Bürgerliche jüdische Familie, Eltern waren beide promoviert
Abitur, Lehrerausbildung, Tätigkeiten als Lehrerin, Radiomitarbeiterin

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg: 1939 Palästina
Exilorte: Tel Aviv, Wilhelma, Petach-Tikwa, Kibbuz Jechiam, Jerusalem, Givat-Sharet
Rückkehr: Nein

Übermittelt von der Autorin
Abt. Autor*innen/ Projekte
Kurzgeschichte, Gedichte
Typoskripte (Computer)
Inhalt: U. a. Situation als Flüchtlingskind in Palästina
Entstehungszeit: Kurzgeschichte übermittelt 2000, Gedichte Es ist wieder das Land 10/99, Mit letztem Schiff 26.10.2002
Adressat*innen: Publikation intendiert


Margaret Bartfeld-Feller: Am offenen Fenster

* Czernowitz 21.3.1923
Geographische Herkunft: Bukowina
Soziale/religiöse Herkunft: Bürgerliche jüdische Familie
Tätigkeit als Musiklehrerin in einem Tomsker Kinderheim

Deportation nach Sibirien 1941 (Terrormaßnahme der Sowjetunion)
Emigration nach Israel 1990 legal, Wohnort Tel Aviv
Rückkehr: Nein

Übermittelt von der Autorin
Abt. Informationen/ Kontakt
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Computer), 1 S.
Entstehungszeit: 2000er Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert


Fritz Beer: Kurzgeschichten Ein Versicherungsprüfer, Henrys Begräbnis

Brno 25.8.1911 – 2.9.2006 London
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur S. 71-72.
Geographische Herkunft: Mähren
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Bildungsbürgerliches Milieu
Gymnasium Brno, Tätigkeit als Journalist

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (KP-Mitglied bis Hitler-Stalin-Pakt)
Fluchtweg: 3/1939 Polen, GB, 1940-44 CZ Auslandsarmee, Einsätze in F und GB (Küstenverteidigung)
Exilort: London
Vernetzungen: Reportagereise in D m. Berthold Viertel 1948

Übermittelt vom Autor
Abt. Informationen/ Kontakt
Kurzgeschichten
Typoskripte (Schreibmaschine), 4 bzw. 6 S.
Entstehungszeit: Vermutlich 1990er Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert


Bridget Bogard, née Angel: Von Wien nach New York. Lebenserinnerungen

* Wien 24.8.1923
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Vater ehemaliger Offizier, Journalist Schriftsteller Ernst Angel, Eltern getrennt, prekäres Aufwachsen mit Mutter in Wen und Salzburg, oftmalige Wohnortwechsel
Gymnasium in Österreich, Internat in England, verschiedene Jobs in den USA

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Flucht legal: 24h-Transitvisum für Paris, Visum für Uruguay über einen Onkel in Paris
Fluchtweg: Paris, 7/39 GB Internat Bournemouth, Cambridge, 1945 USA New York
Rückkehr: Nein
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen – Vater Ernst Angel

Übermittelt von Hans Jörgen Gerlach (inkl. Diskette) 2003
Abt. Autor*innen/ Projekte
Memoiren
Typoskript (Computer), 192 S.
Entstehungszeit: Anfang der 2000er Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert
Aus dem Englischen von Mechthild Albers


Friedrich (Fred) Bondi: Gedanken über Österreich

gestorben ca. 93jährig ca. im Jänner 2017
Soziale/religiöse Herkunft: Bürgerliche jüdische Familie
Matura, Stipendium an einer Ivy-League-Universität (Rochester?)

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Flucht legal, Auswanderungsansuchen
Fluchtweg: Zug nach Belgien (1940), England, USA
Exilländer/orte: USA, Staat New York,
Rückkehr: 1960er Jahre Rückkehr nach Europa (Paris, I), mit 85 Rückkehr nach Wien)

Überlieferung: Von Flavia Knoflach per Post übermittelt, 2011
Abt. Informationen/ Kontakt
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine, Kopie), 8 S.
Fluchtsituation: Schaffner sorgt für ungestörte Zugfahrt
Hinweis auf Entstehungszeit: 2011 lt. Poststempel an Flavia Knoflach
Adressat*innen: Flavia Knoflach; Publikation intendiert


Gottfried Brenner: Gedichte Haifa, Jahreszeiten, Neu-Einwanderer

Czernowitz 23.9.1913 – Haifa 7.9.1998
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 111
Geographische Herkunft: Bukowina
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, bürgerliches Milieu, Vater promoviert
Lyzeum Czernowitz, Studium d. Elektrotechnik in Prag, journalistische Tätigkeit, Elektroingenieur

Emigration 1982 politisch, legal: Auswanderungsersuchen bewilligt
1941-45 Ghetto Czernowitz, 1945 Rumänien, 1982 Israel, Haifa
Rückkehr: Nein
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Vera Hacken: Gespräch mit Gott (Übersetzung) in Nr. 27/1-2 (2010), S. 15.

Übermittelt von der Witwe des Autors, Hedwig Brenner
Abt. Informationen/ Kontakt
Gedichte
Typoskripte (Computer), jeweils 1 S.
Entstehungszeit: 1985, 1995
Adressat*innen: Publikation intendiert


Hedwig Brenner, née Langhaus: Kurzgeschichte Merkas Klittah, Gedichte Rueckruf, Die Israelis

Czernowitz 27.9.1918 – Haifa 23.1.2017
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 112
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, bürgerliches Milieu, Vater Rechtsanwalt
Geographische Herkunft: Bukowina
Lyzeum, erzwungener Studienabbruch 1938, Krankenpflegeschule, Tätigkeit als Physiotherapeutin

Emigration 1982 politisch, legal: Auswanderungsersuchen bewilligt
1941-45 Ghetto Czernowitz, 1945 Rumänien, 1982 Israel, Haifa
Rückkehr: Nein
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Vier Gedichte in Nr. 24/4 (2007), S. 15f.; zwei Gedichte G 34/1-2 (2017), 42

Übermittelt von der Autorin
Abt. Informationen/ Kontakt
Kurzgeschichte, Gedichte
Typoskripte (Computer), Kurzgeschichte 2 S. Gedichte jeweils 1 S.
Entstehungszeit: 2002
Adressat*innen: Publikation intendiert


Heinz Carwin (eigentlich Heinrich Karpeles): Ein curriculum vitae. Episode Pücher

Wien 14.11.1920 – Berlin 30.3.2004
Lexikon der österreichischen Exilliteratur S. 137-138.
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Vater in Textilbranche, nach seinem Tod sozialer Abstieg der Familie
Chemiker, Journalist, in Privatwirtschaft tätig

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg 8/1938 London, Lager Sutton Coldfield, Hampstead
Rückkehr: 1945 in der britischen Armee als Übersetzer in Deutschland, 1949-52 Wien, Chefredakteur Kurier, ab 1952 Berlin

Ein curriculum Vitae
Abt. Informationen/ Kontakt
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine), 5 S.
Entstehungszeit: Vermutlich 1990er Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert

Pücher
Abt. Informationen/ Kontakt
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine), 4 S.
Fluchtsituation: Scheinehe von Mutter und Tante
Entstehungszeit: Vermutlich 1990er Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert


Jolan Dehner, née Freistadtl: Zieh dir warme Hosen an. Memoiren (von der Kindheit bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg)

Wien 20.9.1923 – 9.10.2003
Soziale/religiöse Herkunft: Großbürgerliche jüdische Familie
Gymnasium in Wien

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg: Flug Zürich, Flug Croydon
Exilorte GB: Frinton-on-Sea, Internat Warden Court Cuckfield (Sussex), Putney/London, Bracknell in Berkshire,

Abt. Informationen/ Kontakt
Gebundenes Typoskript (Schreibmaschine), 73 S.
Entstehungszeit: War beim Verfassen in Pension, vermutlich nach 1983
Adressat*innen: Familienmitglieder und Verwandte


Peter Freund, Erinnerungen

Wien 28.6.1927 – Nauheim 16.01.2008
Soziale/religiöse Herkunft: assimiliertes Wiener Bürgertum
Bauschlosser, Elektroschweißer, 1965 Abschluss d. Maschinenbaustudiums in Darmstadt, danach Rohrleitungsingenieur in Spanien, Lateinamerika, Saudi-Arabien

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Flucht legal
Fluchtweg 1939 Wien-Paraguay
Exilländer/orte: „Colonia Independencia“/ Paraguay, 1949 Montevideo/ Uruguay
Rückkehr: 1957 Deutschland

Über Vermittlung von Katrin Sippel durch Andreas Beck, den Neffen des Autors, Frühjahr 2019
Digital vorhanden
Memoiren, Typoskript Computer, digital, 204 S. // Ausschnitt
Entstehungszeit: Abgeschlossen Weihnachten 2005
Adressat*innen: Familienmitglieder und Verwandte


Josef „Joschi“ Friedler, In Frankreich für Österreich

Wien, 20.9.1911 – 28.5.1983
Soziale/religiöse Herkunft: Kleinbürgerliche jüdische Familie
Matura, Medizinstudium, zum Studienabbruch gezwungen wg. politischer Betätigung

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (KPÖ-Mitglied)
Flucht illegal, gefälschter Pass
Fluchtweg: 1938 I, F, inhaftiert, prestataire, demobilisiert, ab 1942 in Lyon unter dem falschem Namen Georg Ziem, entdeckt, interniert in Lager Les Milles (ca. 9/1942). Ab 1943 Widerstandstätigkeit als Dolmetscher für die Deutsche Wehrmacht. 1944 bis 8/45 tätig für Forces Françaises de l'Intérieur in div. Krankenhäusern.
Exilländer/orte: Paris, Rouen, Martigny-Les-Bains, Neufchateau, bei Le Mans, Lyon, Bron, Les Milles, Villemantzy, La Valbonne
Rückkehr: Oktober 1945
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: KP, SP

Abt. Autor*innen/ Projekte, Box „Exil Frankreich“
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine), 42 S.
Entstehungszeit: 1980er Jahre
Adressat*innen: Vermutlich Publikation intendiert


Hans Friedmann: Erinnerungen …

Wien 5.2.1914 – Västeras/Schweden 29.6.2006
jüdische Familie „zwischen klein- und großbürgerlich“
Matura, Chemiestudium, Beginn der Dissertation, erzwungener Abbruch des Studiums (1956 Abschluss); In Col. Mittelschullehrer und Chemiker, in SE und Österreich Chemiker

Rassistisch und politisch verfolgt (KPÖ)
Flucht legal, Visum für Kolumbien
4/38 über NL nach Kolumbien (Bogotá, Tumaco, La Siberia), 1947 Schweden (Sundbyberg, Köping)
Rückkehr 1953
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: KPÖ

Übermittelt vom Autor
Abt. Informationen/ Kontakt
Memoiren
Typoskript (Computer), 129 S. mit Anhang
Entstanden zwischen Mitte und Ende der 1990er Jahre
Adressat*innen: Familienmitglieder und Verwandte


Alfred Frisch: Autobiographische Texte

Wien, 8.8.1910 – 27.10. 1991
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 221-222.
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische sozialdemokratische Familie, bürgerliches Milieu, Vater Rechtsanwalt
Gymnasium, Studium der Rechtswissenschaften Universität Wien, Abschluss 1933, Rechtsanwaltsanwärter

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (Sozialdemokrat)
Flucht illegal
1939 F/ Paris, bis 5/40 Arbeit in Strumpffabrik in Moreuil, prestataire 6/40, Tours, Lyon, Résistance-Mitglied unter dem Namen Alfred Falster, 1942 CH/ Genf, interniert
Rückkehr: Herbst 45
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: Revolutionäre Sozialisten, Philipp und spätere Frau Margot Rieger, Rechtsanwälte in Wien, Résistance
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Gedichte Die alten Männer/ Korczak: Sein Bild 1927/ An den Ufern der Loire. 10. Juni 1940 in Nr. 9/1 (1992), S. 10; Geboren in Lemberg/Das osterreichische Gesicht in Nr. 9/4 (1992), S. 12.

Durch Rechtsnachfolgerin Vera Oertl (Witwe) im Rahmen eines Publikationsvorhabens übergeben

Unbetiteltes Typoskript
Abt. Autor*innen/ Projekte, Box II
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung, literarisiert
Typoskript (Schreibmaschine), 7 S.
Fluchtsituationen: Empfehlung bei französischer Botschaft, Vermeidung der Verhaftung durch Geistesgegenwart
Entstehungszeit: Vermutlich 1970er Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert

Die anderen mehr als 100 Tage Frankreichs und die Blindschleiche
Abt. Autor*innen/ Projekte, Box II
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie, 50 S.
Entstehungszeit: Vermutlich 1970er Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert

 

Carry Hauser: Autobiographische Texte

Wien. 16.2.1895 – 28.10.1985
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 287-289.
Soziale/religiöse Herkunft: Bildungsbürgerliches Milieu
Studium der Rechtswissenschaften; Maler

Fluchtgrund: Seine Ehefrau war als Jüdin rassistisch verfolgt
Fluchtweg: 1939 CH, Zürich
Rückkehr: 1947
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Aus den Notizen eines Flüchtlings in der Schweiz. Aus dem Nachlass in 14/1 (1997), S. 7-10; Irrende Menschen (Zeichnung) in Nr. 14/1 (1997), S. 9; Zeichnung in Nr. 14/1 (1997), S. 10; Die beiden Schwestern (Ölbild) in Nr. 14/3 (1997), S. 47; Cover der von Erwin Chvojka hg. Kramer-Anthologie "Einer bezeugt es..." in Nr. 20/4 (2003), S. 29 und Nr. 28/1-2 (2011), S. VII; Zwischen gestern und morgen. Epilog in Nr. 32/2-3 (2015), S. 20f.; Kleines Buschbild (Öl/Platte), datiert 1974 in Nr. 35/1-2 (2018), S. 1; Selbstporträt, 1941 (Bleistift/Papier) in Nr. 35/1-2 (2018), S. 30; Trude Herzog-Hauser, 1923 (Kohle/Papier) in Nr. 35/1-2 (2018), S. 30; Schauender, 1922 (Holzschnitt/ Papier) in Nr. 35/1-2 (2018), S. 31; Emigration, um 1946 (Bleistift/Papier) in Nr. 35/1-2 (2018), S. 31; Beim Lesen, um 1949 (Tusche/Papier) in Nr. 35/1-2 (2018), S. 32; Zwischenstation, um 1949 (Bleistift/Papier) in Nr. 35/1-2 (2018), S. 32; Gefangener, 1936 (Bleistift/Papier) in Nr. 35/1-2 (2018), S. 33; Traum in der Trattoria, 1982 (Kugelschreiber/ Papier) in Nr. 35/1-2(2018), S. 33, Nr. 13/1 (1996), S. 52.

Von Adolf Opel vermutlich Anfang/Mitte der 1990er Jahre übergeben
Adressat*innen: Publikation intendiert

Zwischen Gestern und Morgen
Abt. Autor*innen/ Projekte
Roman
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie, 291 S.
Verfasst 1943

Impressionen aus der Schweiz
Manuskript für einen Vortrag
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie, 7 S.
Entstehungszeit: Datiert 13.6.1947

Jahre 1942 bis 1947 „in wenigen Worten“
Tagebucheinträge
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie, 16 Bl., teilweise recto & verso beschrieben

Nach acht Jahren [über Rückkehr nach Wien]
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie, 5 S.
Entstehungszeit: Datiert 16.6.1947

 

Karl-Hans Heinz: Texte

Wien, 27.6.1907 – 15.4.1995
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 293-294
Soziale/religiöse Herkunft: Sozialdemokratische Arbeiterfamilie
Hochschule für Welthandel, tätig als Musiker
Widerstandstätigkeit als Kommunist in der Gruppe um Ludwig Genner

Zwischen 1984 und 1991 vom Autor übergeben
Abt. Autor*innen und Projekte
Adressat*innen: Publikation intendiert

Roman Glut unter der Asche
Box 1
Roman
Typoskript (Schreibmaschine), 367 S.
Entstehungszeit 1991

Szenar für ein „Februardrama“ Die Freiheitskämpfer 1934
Box 2
Szenar
Typoskript (Schreibmaschine), 8 S.

Erzählung Als das Gas ausfiel – in zwei Versionen; erstes Dok. In Mappe Nr. 3
Box 3
Kurzgeschichte
Typoskript (Schreibmaschine), 4 S.


Gerda Hoffer, née Pollatschek: Photoalbum; Briefe aus dem Exil

Wien, 3.2.1921 – Jerusalem 20.3.2012
Soziale/religiöse Herkunft: Bürgerliche jüdische Familie
Gelegenheitsarbeiten in GB, 1960er Jahre Studium, Lehrerin in GB

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (Kommunistin)
Flucht legal Visa Shanghai f. Familie, via Prag
Fluchtweg/Exilorte: 1938 Prag, 1939 London, 1978 Jerusalem
Rückkehr: Nein
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Zum hundertsten Geburtstag von Stefan Pollatschek 1890 – 1942 in Nr. 7/2 (1990), S. 1f.; Kleider machen Leute in Nr. 8/1 (1991), S. 19f.; Exil. Statement zur Podiumsdiskussion der Eröffnungsveranstaltung des Symposiums "Frauen im Exil" zum Thema "Antifeminismus - Antisemitismus und die Literatur" in Nr. 12/4 (1995), S. 16; Zwischenspiel in Prag in 31/2-3 (2014), S. 51f.

Überlieferung: Korrespondenz Gerda Hoffer mit TKG,1991-2003
Abt. Informationen/ Kontakt
Manuskripte (Kugelschreiber), Typoskripte (Schreibmaschine)
Adressat*innen: Theodor-Kramer-Gesellschaft

Überlieferung: Übermittelt von Evelyn Adunka
Abt. Autor*innen, Projekte, Box 2
Fotoalbum Mitte 1930er bis Anfang 1940er Jahre, auch Fotos aus Exilzeit, Prag und Oxford

Überlieferung: Übermittelt von Evelyn Adunka
Abt. Autor*innen, Projekte, Box 2
Extracts from Letters, 3/1939-10/1941
Typoskript (Computer), 19 S.


Otto Janowitz: Briefe aus dem Exil

Podebrady (Mittelböhmen) 22.7.1888 – New York Sommer 1965
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie
Geographische Herkunft: Mittelböhmen
Klavierstudium in Prag (u. a. bei Zemlinsky), Wien, auch Politikwissenschaften in Wien. Tätig als Stimmcoach, Lehrer, Klavierbegleiter, Komponist, Schriftsteller, Vortragender, Dirigent

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg: 1938 USA New York
Rückkehr: Nein
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: Stefan Pollatschek, viele andere erwähnt, u. a. Berthold Viertel, Richard Rosenheim, Theo Feldmann, Franz Werfel, Jolanthe Garda, Bruno Walter

Von Gerda Hoffer übersandt 10/2003
Abt. Informationen/ Kontakt, Mappe Gerda Hoffer
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie 12/41, 7/42
Adressat: Dr. Stefan Pollatschek


Leo Katz: Zwischen Paris und Wien. Eine Erinnerung an die Februartage 1934

Sereth, Bukowina 22.1.1892 – Wien 9.8.1954
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 365-368; Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur, S. 300-301.
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Vater Holzhändler, Sohn sollte Rabbiner werden
Studium der Geschichte, Tätigkeit als Journalist

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (KP-Mitglied)
Fluchtweg: 1933 F (Paris), 1938 USA (NY), 1940 Mexiko (DF),
Rückkehr 1949
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Zitate aus L.K.' unveröffentlichtem historischen Essay "Kirche, Moschee und Synagoge" in Nr. 13/2 (1996), S. 26; Und alle werden einen Bund schliesen... Zum Symbol des jüdischen Neujahrstages in Nr. 14/3 (1997), S. 35; Der Sprung von der Serethbrücke in Nr. 17/2(2000), S. 54-57.

Von Sohn Friedrich Katz übermittelt
Abt. Autor*innen und Projekte, Box 3
lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie, 6 S.
Entstehungszeit: 1954
Adressat*innen: Publikation intendiert


Valentin Pollak

Wien 1871 – Oxford 1948
Gymnasialprofessor, Hofrat

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (Sozialdemokrat)
Fluchtweg: August 1939 England via Dänemark, 1940 interniert auf der Isle of Man
Exilländer/orte: England
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen

Von Erich Hackl 10/2018 übergeben, aus Nachlass Ilsa Barea-Kulcsar

Memoiren
lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie, ca. 300 S.
Entstehungszeit: Verfasst ab 1938
Adressat*innen: Im Vorwort: „zumindest für sich selbst und die Kinder“
Sprache: Deutsch (übersetzt aus dem Niederländischen von Tochter Ilsa Barea-Kulcsar), tw. Englisch

Unbetiteltes Typoskript, Erinnerungen an Internierung auf der Isle of Man
lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine) in Kopie, 25 S.
Sprache: Englisch


Tamar Radzyner, née Fajwlowicz – unaufgearbeiteter Nachlass

Lodz 1927 – Wien 1991
Soziale/religiöse Herkunft: Bürgerliche jüdische Familie
Redakteurin, Lyrikerin; Texterin für Georg Kreisler, Topsy Küppers, Dorothea Neff, Übersetzerin

Widerstand: Ghetto Lodz; KZs
Fluchtgrund 1959: Antisemitismus
Fluchtweg: 1959 Wien
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Meine Mutter lebte durch meine Haut... in Nr. 20/2 (2003), S. 62-64; Zeichnung in Nr. 20/2, S. 63; Die Osterabende in Nr. 21/3-4 (2004), S. 39-41; Nachts. Gedichte (Ü: J.(A.) Radzyner/K. Kaiser) in Nr. 30/2 (2013), S. 20f.; Gedichte in Nr. 30/2 (2013), S. 22; Zeichnung in Nr. 35/1-2 (2018), S. 5.

Von Töchtern der Autorin übergeben
Abt. Autor*innen/ Projekte
Gedichte, unaufgearbeiteter Nachlass
Adressat*innen: Publikation intendiert


Hans Schauder: Ich wollte ein Wiener sein

Wien 22. 11. 1911 – Edinburgh 10.7.2001
Soziale/religiöse Herkunft: Kleinbürgerliche assimilierte Familie
Medizinstudium, in Wien abgebrochen, in Basel abgeschlossen, in Schottland Tätigkeit als Lebensberater, Therapeut

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg: I, CH (Basel), Schottland
Exilländer/orte: Schottland
Rückkehr: nein

Übermittelt von Horst-Werner Franke
Memoiren
Typoskript (Computer), ca. 70 S.
Entstehungszeit: Vermutlich 1990er Jahre
Adressat*innen: Publikation intendiert


Robert Schwarz: A Hole in the Ground

* Wien-Ottakring, 6. 5. 1921
Soziale/religiöse Herkunft: Eltern Kurzwarenhändler und Hausfrau
Gymnasium in Wien, Fabriksarbeiter in GB, Studium der Geschichte, Tätigkeit als Historiker an US-Universitäten

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg: England 1939/40, dann USA
Exilländer/orte: Atlanta, N.Y. State, Madison, Pittsburgh, Boca Raton, Palm Beach
Rückkehr: Nein
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Zwei Erzählungen: Heidi Blau (Ü: S. Bolbecher), Der Mann im Sechsundvierziger (Ü: L. Rieder) in Nr. 21/2 (2004), S. 18-20.

Übermittelt vom Autor
Abt. Informationen/ Kontakt
lebensgeschichtliche Aufzeichnungen (Episode)
Typoskript (Computer), 4 S., 770 Wörter
Entstehungszeit: 2004 „seit einigen Jahren“
Adressat*innen: Publikation intendiert
Sprache: Englisch


Dorothea Sella, née Sperber: Auszug aus dem Tagebuch Die Welt meiner Kinder

* Czernowitz 1919
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie
Studium an der philologischen Fakultät, Ausbildung zur Lehrerin, Beruf nie ausgeübt

Emigration 1964 politisch bedingt
Fluchtweg: 1941 Flucht in den Kaukasus vor deutschen und rumänischen Truppen, Tbilissi, Czernowitz, ab 1948 Auswanderungspläne nach Israel, erst 1964 gestattet
Exilländer/orte: Stawropol, Tbilissi, Jerusalem?
Rückkehr: Nein
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Auszüge aus Die Welt meiner Kinder, Nr. 19/1 (2002), S. 58f.

Über Siglinde Bolbecher
Abt. Informationen/Kontakt
lebensgeschichtliche Aufzeichnung/ Tagebuch
Typoskript (Schreibmaschine), 54 S.
Entstehungszeit: Beschriebene Zeit 1964-76, datiert 2001
Adressat*innen: Publikation intendiert


W. Sheridan (ursprünglich Willy Silber), Autobiography of a Survivor

* Wien, 23.12.1910
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Kleinbürgertum, Mutter geschieden und Alleinerzieherin, später im Kinderheim
Lift-Boy im Hotel Astoria, Elektrikerlehrling, Elektriker in Stanislau, ÈSR, 1936 wieder A

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg: 1938 ÈSR (Prag, Moravska Ostrava), 1939 PL (Katowice), GB (London, Manchester), 1940 CAN, 1942 GB (Leeds, Portsmouth, Peterborough, Bradford, Leeds, Lichfield)

Von Dr. Robert Rosner 12/2002 übergeben
Memoiren
Typoskript (Computer), 76 S.
Entstehungszeit (Vermutung, Wahrscheinlichkeit): Nach 1985
Adressat*innen: Publikation intendiert
Sprache: Englisch


Irene Spiegel, née Goldin/Golden, Lebenserinnerungen

Brooklyn 10.1.1910 – Wien 15.1.2004
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie
Ausbildung zur Krankenschwester, Tätigkeit als Krankenschwester in Spanien, diverse Tätigkeiten in Frankreich und den USA

1937 freiwilig zu internationalen Brigaden, 1938 F, dort im Widerstand/illegal bis 1945
1938 Heirat mit Harry Spiegel, Sohn Pierre geboren 1941
1947 zu Ehemann nach Österreich
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: KPUSA, Abraham-Lincoln-Brigaden
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Die Milchration. Eine Erinnerung an Exil und Widerstand in Frankreich (Ü: A. Reinfrank), in Nr. 17/1 (2000), S. 31-34.

Übergeben von Erich Hackl, der Text von der Autorin erhielt, 2015
Memoiren
Kopie eines Typoskripts (Schreibmaschine)
Umfang ca. 130 S. // Ausschnitt
Entstehungszeit: Frühe 1990er Jahre, ca. 1993
Adressat*innen: Publikation intendiert
Sprache: Original Englisch, Übersetzung ins Deutsche (durch Robert Fallenstein) von TKG veranlasst


Gerda Spiegler, née Bermann: Autobiographische Kurzgeschichten und Erinnerungen

*Wien 7.1.1925
Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft S. 1292
Soziale/religiöse Herkunft: Religiöse jüdische Familie, vermutlich Kleinbürgertum
Gymnasium in Wien, 1951-55 NY New School of Social Research. Tätigkeiten als (Sprach)Lehrerin, Übersetzerin

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg: 1939 mit Kindertransport nach Palästina
1939 Tel Aviv, 1951-55 NY, USA, danach wieder Israel
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Gibt es ein Zurück nach Wien…in die verzauberte, verlorene Heimat? in Nr. 32/1 (2015), S. 41-44; Zahal. Mein israelisches Militar und ich in Nr. 32/4 (2015), S. 68-70; Mein dritter Pass war grün in Nr. 33/4 (2016), S. 43-45.

Übermittelt von der Autorin
Abt. Autor*innen/ Projekte
Der „Anschluß“ durch Kinderaugen, Typoskript (Computer), 14 S.
- Erzählung über Jobs in den USA, Typoskript (Computer), 20 S., übermittelt 30.10.16,
- Ein Abschied – und der Schicksalswagen rollt über's Meer, Typoskript (Schreibmaschine) 7 S., übermittelt 2014
- Sommer 1968, Typoskript (Computer) 3 S., übermittelt 2014
- Romanfragment, Typoskript (Computer)16 S., übermittelt 8/16
- Bericht über Kellnern in den Catskills, Manuskript (Kugelschreiber), 1 S.
- Bericht über Arbeit in Chase Manhattan Bank, Typoskript (Schreibmaschine), 18 S.
- Ein kleiner Sabre in New York oder der Schabbat der nicht war, Typoskript (Schreibmaschine), 9 S. & 2 S. Einleitung, übermittelt 12/08
- Sag beim Abschied leise Servus, Typoskript (Computer), 6 S., 2002
- Yom Kippur in Tel Aviv, Typoskript (Computer), 8 S. - Romankapitel?
- Die Ruhe vor dem Sturm, Typoskript (Computer), 13 S., übermittelt 2014
- Anschluss, Typoskript (Computer), 10 S.
- Der Anzug. Dichtung und Wahrheit. Typoskript (Computer), 35 S.
- Korrespondenz mit TKG, 2015
lebensgeschichtliche Aufzeichnungen/ Kurzgeschichten/ Episoden
Adressat*innen: Publikation intendiert


Walter Stein, Die Arbeit innerhalb der deutschen Wehrmacht in Frankreich

Wien 13.2.1902 – 6.1.1982
Soziale/religiöse Herkunft: Assimilierte jüdische Familie
Textildesigner, vor dem Zweiten Weltkrieg Angestellter der sowjetischen Handelsvertretung in Wien, sprach sieben Sprachen (Autodidakt), in F Verkauf selbstgebauter Radios, 1945 Leiter wirtschaftswissenschaftliche Abteilung b. Zentralkomitee d. KPÖ bis zu seinem – späten – Pensionsantritt ca. 1970

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt
Fluchtweg: 1938 per Zug via Köln nach Frankreich
Exilländer/orte: u. a. Marseille, Lyon
Rückkehr 1945
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: KPÖ

Von Sohn Paul Stein übermittelt, Herbst 2018
Lebensgeschichtliche Aufzeichnung
Typoskript (Schreibmaschine), eingescannt und ausgedruckt, 27 S.
Entstehungszeit: ca. Mitte der 1970er Jahre, vermutlich auf Anfrage von jemandem aus dem DÖW, ev. Herbert Steiner oder Selma Steinmetz
Adressat*innen: Publikation intendiert


Hans/Heinz Ungar: Lebensgeschichtliches Interview, geführt von Hanni Hieger

Wien 29.8.1916 – Bogotá 23.5.2004
Soziale/ religiöse Herkunft: „Sohn aus gutbürgerlichem Haus“ (Eltern Modesalons)
Geographische Herkunft: Wien
Reserveoffizier, Hochschule für Welthandel, 1938 kurz vor Abschluss; Privatsekretär b. Engl. Bankier, 1946 Libreria Central v. Paul Wolf übernommen, Erweiterung um Galerie; Mitbegründer Universidad de los Andes (auch Universitätslehrer), Publizist, Radiomoderator (Literatursendung)

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Fluchtweg: Zug Wien – HH, Schiff Hapag Porto Colombia, Dampfer, Zug Bogotá
Exilländer/orte: Bogotá COL
Rückkehr: Nein
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: Mit Exilant*innen und Kolumbianer*innen, Comité de los Austríacos en Colombia, Asociación de los Austríacos Libres, Operettensänger und -regisseur Prof. Eugen Strehn, Sängerin Wally Lindholm,

Im Zusammenhang mit Kolumbien-Schwerpunkt der TKG gesammelt
Transkribiertes Interview, Interviewerin Hanni Hieger, Bogotá, 20.6.1993
Typoskript (Computer)
Adressat*innen: Publikation intendiert


Armin Verkauf: Gedicht Melodien von hier und dort

Wien 2.6.1928 – Israel 14.5.2007
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Vater Schneidermeister und Buchhändler

Emigration 1933, legal
Palästina, 1933, Kfar-Hanoar Ben-Shemen, Tel Aviv
Rückkehr: Nein
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: 5 Minuten Ruanda, in Nr. 12/2 (1995), S. 13.

Übermittelt vom Autor
Gedicht
Typoskript (Computer) 1 Seite
Entstehungszeit: vor 1/01
Adressat*innen: Publikation intendiert


George White (Georg Weisz): The Man on Trial

Wien 22.2.1920 – New York 28.4.1974 New York
Flucht vor Abschluss der Matura, in USA Kellner, danach Tätigkeiten in den Bereichen Theater und Fernsehen

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
USA 1938
New York

Von Evelyn Adunka übergeben, 8.10.2014
Abt. Autor*innen/Projekte
Roman
Typoskript (Schreibmaschine), 457 S.
Fluchtsituationen, Exilsituationen
Adressat*innen: Publikation intendiert
Sprache Englisch

 

AUS DEN OTTO HARPNER PAPERS

Otto Harpner: Exilkorrespondenz
Siehe Aufsatz Alexander Emanuely Tagebuch LINK

Wien 1900 – England 1959
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, bürgerliches Milieu, Vater Rechtsanwalt
Studium der Rechtswissenschaften in Wien, Rechtsanwalt

Fluchtgrund: Rassistisch verfolgt
Flucht legal: 1938 zum Begräbnis des Bruders nach GB, dort geblieben
Exilort: London
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Erste Seite von Otto Harpners Internierungstagebuch in Nr. 27/4 (2010), S. 15, Tagebuch der Internierung in Nr. 27/4 (2010), S. 18-20, Brief an R. Bienenfeld, Cambridge, November 1942 in Nr. B 34/1-2 (2017), S. 71-75, Brief an E. Hunna, 25.10.1945, in Nr. 34/1-2 (2017), 75-78.

Von Sohn Stefan Harpner sukzessive übergeben zwischen 2011 und 2014/15
Abt. Autor*innen/ Projekte
Briefe, Korrespondenz, Tagebuch
Manuskripte, Typoskripte (Schreibmaschine)
Entstehungszeit: 1938-1945
Adressat*innen: Briefe: Diverse; Tagebuch: Private Aufzeichnungen


AUS DEM HERBERT EXENBERGER-ARCHIV

Fritz Brügel: Briefe aus dem Londoner Exil, 1939-1951 ONLINE, VERLINKEN
Wien 13.2.1897 – London 4.7.1955
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur S. 124-125
Geographische Herkunft: Aufgewachsen in Prag
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Vater sozialdemokratischer Publizist
Studium d. Geschichte, Leiter der Bibliothek der Arbeiterkammer in Wien, Publizist, nach Krieg für ÈSR als Diplomat tätig

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (Sozialdemokrat)
Fluchtweg Jahreszahlen Länderkürzel: 1934 ÈSR, 1939 F, 1941 GB (London)
Exilorte: Prag, Paris, Le Lavandou, London
Rückkehr: 1945 Prag, 1950 wieder London
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Februarballade/Flüsterlied in Nr. 31/2-3 (2014), S. 65; Revolutionäre. Die Jakobiner in Österreich in Nr. 33/4 (2016), S. 33f.

Überlieferung/Eingang: Übernahme des Herbert Exenberger-Archivs
Briefe handschriftlich und maschinschriftlich in Kopie, 13 S. F. BR I-III
Entstehungszeit: 1939, 1941, 1945, 1949, 1951
Adressat: Robert Neumann

Walter Fischer: Dokumentkopien; Briefberichte über die Zeit im Exil (Bestand Anton Pariser)
geboren 1915
Installateur

Fluchtgrund: Politisch verfolgt (Sozialdemokrat), auch rassistisch?
Exilländer/orte: Schweiz, Frankreich 1945
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen

Im Bestand Anton Pariser im Exenberger-Archiv
15 Briefe handschriftlich im Original; Berichte und Dokumente in Kopie
Entstehungszeit: 1994-2002
Adressat*innen: Herbert Exenberger


Hans Leifhelm: H.LE.II/15: Brief von Sophie Leifhelm an Meta Steinitz, 26.5.1943, 2 Bl., Kopie

Lili/Lilly Körber: Briefe aus dem Exil (USA)
Moskau 25.2.1897 – New York 11.10.1982
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 395-396.
Geographische Herkunft: Aufgewachsen in Moskau
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Vater Exportkaufmann
Matura in Bern, Studium der Literaturwissenschaften in Wien u. Frankfurt, Schriftstellerin, Journalistin, in USA auch Fabriksarbeiterin u. Krankenschwester

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (Sozialdemokratin)
Fluchtweg: 1938 F, 1941 USA
Exilländer/orte: Paris, Lyon, New York
Rückkehr: Nein
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: Gedichte in Nr. 30/3-4 (2013), S. 18f.

Überlieferung/Eingang: Übernahme des Herbert Exenberger-Archivs
7 Briefe maschinengeschrieben, 1 Original, 6 Kopien
Entstehungszeit: 1948-1979
Adressat*innen: Diverse Korrespondenzpartner*innen


Anton Pariser: Fotos, Briefe und Gedichte aus dem Exil
Wien 15. 10.1890 – Paris 22.1.1965
Soziale/religiöse Herkunft: Kleinbürgertum (Vater besaß ein Geschäft für Küchengeräte)
Studium der Rechtswissenschaften, Vorstandsstellvertreter Länderbank; daneben Übersetzer u. Volksbildner

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (Sozialdemokrat)
Fluchtweg 1939 F, Paris, interniert (u. a. Gurs), 1942-44 in Lafrançaise versteckt.
Rückkehr: Nein

Überlieferung/Eingang: Übernahme des Herbert Exenberger-Archivs
s/w Photos bei Loire-Schloss Chambord 1953 VERLINKEN
Briefe handschriftlich und maschinengeschrieben in Original und Kopie
VERLINKEN
http://theodorkramer.at/site/assets/files/1040/apa_iii_3.jpg
9 Gedichte handschriftlich und maschinengeschrieben im Original
Entstehungszeit: Gedichte: 1939 ff; Briefe: 1943-1963
Adressat*innen: Edith Lunet, Erwin Chvojka, Theodor Kramer, Tochter Lene Pariser


Josef Luitpold Stern (Ps. Josef Luitpold): Briefe aus dem Exil
Pou_drany 16.4.1886 – Wien 13.9.1966
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 615-618.
Geographische Herkunft: Mähren; Gymnasium in Wien
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Kleinbürgertum, Sozialdemokraten
Gymnasium, Studium d. Rechts- und Literaturwissenschaften in Wien u. Heidelberg. Dichter, Vortragender, in USA Tellerwäscher, Hilfsbibliothekar, in A wieder Erwachsenenbildner

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (Sozialdemokrat)
Fluchtweg: 1934 ÈSR, 1938 F
Exilländer/orte: Brno, Paris, div. Lager in F, N.Y., Philadelphia
Rückkehr: Mitte 1948
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: Sozialdemokratie

Überlieferung/Eingang: Übernahme des Herbert Exenberger-Archivs
Briefe, tw. handschriftlich, tw. maschinengeschrieben, Originale & Kopien
Entstehungszeit: 1935-1946
Adressat*innen: U. a. Otto Bauer, Julius Deutsch, Robert Neumann,Manfred Ackermann


Ernst Waldinger: Korrespondenz mit Viktor Matejka, 1946-1966
Wien 16.10.1896 – New York 1.2.1970
Lexikon der Österreichischen Exilliteratur, S. 665-666.
Soziale/religiöse Herkunft: Jüdische Familie, Vater Schuhfabrikant
Gymnasium, Studium Germanistik und Kunstgeschichte, Angestellter, Dichter, in USA Arbeiter, Bibliothekar, Professur am College

Fluchtgrund: Rassistisch und politisch verfolgt (Sozialdemokrat)
Fluchtweg: 1938 F, GB, USA
Exilländer/orte: New York, Saratoga Springs, New York
Rückkehr: Nein
pol., kult., rel. soz. Vernetzungen: Sozialdemokratie
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Zwischenwelt: In memoriam Leutnant Beer/ Dies war Theodor Kramer in Nr. 7/1 (1990), S. 2; 'Die hundert Hefte' von Josef Luitpold in Nr. 9/3 (1992), S. 4.

Überlieferung/Eingang: Übernahme des Herbert Exenberger-Archivsn

Korrespondenz 50 Briefe
Entstehungszeit: 1946-1966
Adressat: Viktor Matejka