Theodor Kramer Gesellschaft

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Das Beispiel Colbert

Fin de siècle und Republik

Ein dokumentarischer Essay

Am „Beispiel Colbert“ entwirft Alexander Emanuely einen umfassenden Überblick über die kaum bekannten Ursprünge der Zivilgesellschaft in Österreich. Im Mittelpunkt der Darstellung steht ein vergessener Großer seiner Zeit: der Zeitungsgründer und Schriftsteller Carl Colbert.

Mit Colberts Leben und Werk sind bedeutende Kapitel der österreichischen Medien-, Musik-, Mode-, Literatur- und Kunstgeschichte, der Geschichte der sozialen und demokratischen Bewegungen, der Frauenrechts- und Kinderschutzbewegung, der Freimaurerei in Österreich und des Kampfes gegen Antisemitismus, Nationalismus, Faschismus und Diktatur verbunden.

Epiloge von Lydia Mischkulnig und Gerhard Scheit

 

Eine immense, wichtige Arbeit, den guten Österreichern in Erinnerung zu rufen, wie viele edle Menschen und insbesondere Juden dereinst daran gearbeitet haben, diesen fatalen März 1938, auf den alles hinauszulaufen scheint, nicht geschehen zu lassen.

Georg Stefan Troller, Paris, 1. März 2021

Ein Essay über Zeitungsgründer Carl Colbert ist ein Essay über Österreich. (...) Er muss unvergessen sein.
Peter Pisa im Kurier, 05.03.2021 (kurier.at)

Carl Colbert war Jude und den frühen Nazis verhasst. Und deren deletio memoriae war in vielen Fällen so umfassend, dass wir auch heute, mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem erbärmlichen Ende des Nationalsozialismus, noch immer auf Namen stoßen, die damals Bedeutung hatten und die erst heute - unter Umständen - wieder entdeckt werden. Carl Colbert ist so ein Name, dank Alexander Emanuelys Buch.
Peter Huemer, Wien, April 2021

Interview zu Carl Colbert auf der Seite Wien Museum / Magazin (9.April 2021):

Alexander Emanuely und Peter Stuiber, Carl Colbert und seine Zeit. Medienmacher und Menschenfreund

Er gründete einflussreiche Zeitungen und Zeitschriften, engagierte sich für Demokratie und Chancengleichheit und schrieb im Alter Romane: Carl Colbert (1855-1929) war eine schillernde Figur in Wien um 1900 und wurde später dennoch vergessen. Alexander Emanuely würdigt nun mit einem Buch Colbert – und die Anfänge der Zivilgesellschaft in Österreich. Ein Interview.

 

Das Buch konnte dank eines Forschungsstipendiums der Stadt Wien geschrieben werden, welches im Rahmen des "Calls Republik in Österreich - Demokratie in Wien" 2018 vergeben wurde.