Theodor Kramer Gesellschaft

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Wohin und zurück. Die Trilogie.

Drehbuch zur gleichnamigen Filmtrilogie

Mit einer Einleitung des Autors und einem Nachwort von Ruth Beckermann

Trollers Trilogie "Wohin und zurück" ist jetzt als Buch in einem kleinen Wiener Verlag erschienen. Wer gerne Drehbücher liest, wird für diese Veröffentlichung dankbar sein, wer eines schreiben möchte, erfährt hier, wie man es macht, und wer es signiert haben möchte, der findet Georg Stefan Troller im Cafe Deux Magots am Place Saint-Germain-des-Prés in Paris.
(Henryk M. Broder im Spiegel vom 6.11.2009)

Die von Axel Corti aufgrund eines Drehbuchs von Georg Stefan Troller realisierte Trilogie "Wohin und zurück" (1982-86) stellt eine der herausragendsten Leistungen des österreichischen Films der Nachkriegszeit dar. Georg Stefan Troller hat nun das Originaldrehbuch rekonstruiert und erzählt in ihm auch die Geschichte der eigenen Emigration: Auswanderung aus Österreich, Einwanderung in Amerika und Rückkehr nach Europa. Es geht um jüdische Emigranten und, sofern sie überleben konnten, um ihre Heimkehr."Wohin und zurück" besteht aus den drei Teilen:

  • An uns glaubt Gott nicht mehr
  • Santa Fe
  • Welcome in Vienna

Der erste Teil beginnt in der Reichspogrom­nacht im November 1938 und endet im Sommer 1941, als es den letzten Emigranten gelang, das sinkende Schiff Europa zu verlassen.
Im zweiten Teil zeichnet Troller mit Ironie und Tra­gi­komik das Emigrantenmilieu in den USA. Im Mit­tel­punkt steht der junge Freddy Wolff, der sich wei­gert, Amerikaner zu werden. Nach dem Eintritt der USA in den Krieg meldet sich Freddy zur Ar­mee. Er will dem Land, das ihn aufgenommen hat, seine Dankbarkeit erweisen und nach Europa zurück.
Der dritte Teil beginnt im Winter 1944. Freddys Division kämpft im Elsass, er vernimmt deutsche Gefangene und Überläufer. Am Tag der Kapitu­lation verliebt er sich in die angehende Schauspielerin Claudia aus Wien. Freddy begegnet ihr im vom Krieg verwüsteten Wien wieder. Freddy tut sich schwer, ehemalige Mitläufer und lebenshungrige Egoisten, Schleichhändler, Idealisten und Schieber bilden die Gesellschaft, in der er sich bewegt.