Theodor Kramer Gesellschaft

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Verlagsabend der Theodor Kramer Gesellschaft /// Bücher Wittmann

Der Rote Ariadnefaden und Das Schwarzwälder Tagebuch /// Lesung


Im ersten Teil des Abends wird der Der Rote Ariadnefaden von Michael Desser durch Astrid Nischkauer vom Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft vorgestellt.

Im zweiten Teil führt Sibyl Urbancic anhand von Gedichten durch das Leben ihrer Mutter Melitta Urbancic und präsentiert das Schwarzwälder Tagebuch.

Um Anmeldung unter wittmann@buecher-wittmann.at wird gebeten.

Michael Desser (Wien 1962–2018) war Doktor der Philosophie und Diplomat. Im Jahr 1989 begann er seine diplomatische Karriere im Bundesminsterium für Europäische und Internationale Angelegenheiten, darunter in Mexiko von 2001 bis 2005. In den drei ineinander verschachtelten Erzählungen von „Der Rote Ariadnefaden“ folgt er den historischen Verknüpfungen zwischen Lateinamerika und Europa und zeichnet Lateinamerika als Ort der Utopie und der Widersprüche.

Melitta Urbancic (Wien 1902–1984 Reykjavík) – Die Dichterin, Philosophin, Bildhauerin, Schauspielerin, Übersetzerin und Imkerin Melitta Urbancic wurde 1902 in Wien geboren. Sie studierte Anglistik, Germanistik und Philosophie, außerdem Schauspiel bei Max Reinhardt. 1930 heiratete sie den Komponisten und Dirigenten Victor Urbantschitsch (später Urbancic). 1933 musste die Familie von Mainz nach Österreich flüchten, da Melitta Urbancic jüdischer Herkunft war und sich für die Friedensbewegung engagiert hatte. 1938 emigrierte die Familie nach Reykjavík. Zu Lebzeiten veröffentlichte Melitta Urbancic nur einzelne Gedichte und Artikel.

Sibyl Urbancic, die 1937 in Graz geborene Tochter, wuchs in Island auf, wo sie zunächst Altnordisch studierte und als Journalistin tätig war. Nach ihrem Studium an der Wiener Musikhochschule blieb sie in Wien, wo sie heute als Musikerin und Feldenkrais-Pädagogin lebt.