Raul Hilberg zum 100. Geburtstag /// In Memory of Raul Hilberg on His 100th Birthday
Schlaglichter auf Leben, Werk und Wirkung eines Holocaustforschers aus Wien /// Highlights of the Life, Work, and Legacy of a Holocaust Scholar from Vienna
Am 2. Juni 2026 wäre der Politikwissenschaftler Raul Hilberg 100 Jahre alt geworden. Raul Hilberg, der in Wien geboren wurde und in der Brigittenau aufwuchs, musste im Alter von 12 Jahren mit seinen jüdischen Eltern aus seiner Heimatstadt in die USA fliehen. Fast alle seine Familienmitglieder aus Galizien wurden von den Nazis ermordet. Das Symposium und der Stadtspaziergang zum 100. Geburtstag Raul Hilbergs beleuchten Hilbergs Bedeutung für die Holocaustforschung und zeichnen seine Familiengeschichte im Wiener Stadtteil Brigittenau nach. Die Veranstaltung wird zukünftige Möglichkeiten der Erinnerung an Raul Hilberg in Wien und neue Forschungsperspektiven ausloten.
On 2 June 2026, the political scientist Raul Hilberg would have turned 100. Raul Hilberg, who was born in Vienna and grew up in the Viennese district of Brigittenau, was forced to flee his hometown for the USA with his Jewish parents at the age of 12. Almost all of his family members from Galicia were murdered by the Nazis. The symposium and city walk marking Raul Hilberg’s 100th birthday will highlight Hilberg’s significance for Holocaust research and trace his family history in Brigittenau. The event will explore future possibilities for commemorating Raul Hilberg in Vienna and new perspectives for research.
STADTSPAZIERGANG
10:00-11:30
Stadtspaziergang Raul Hilbergs Brigittenau
Treffpunkt vor dem Gebäude Wallensteinstraße 9/Ecke Treustraße, 1200 Wien
Begrüßung: Anna Stepniewski (Bezirksrätin und Vorsitzende der Kulturkommission Brigittenau)
Einführung und Kommentare: Evelyn Adunka (Theodor Kramer Gesellschaft – Institut für Literatur und Kultur des Exils und des Widerstands) und René Schlott (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Texte gelesen von Konstanze Breitebner
SYMPOSIUM
13:00-17:00
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
Rabensteig 3, 1010 Wien, Research Lounge
Join the event online: https://us02web.zoom.us/j/82993488325?pwd=m9kbRy2cSbKJFfwuTWZnHObcqHXvfb.1
Moderation: Marianne Windsperger (VWI)
13:00-13:15
Opening words
Éva Kovács (VWI)
Alan Steinweis (University of Vermont)
13:15-13:45
René Schlott (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Vom wissenschaftlichen Außenseiter zum Doyen der Holocaustforschung. Raul Hilbergs Lebensweg
13:45-14:15
Elisabeth Gallas (Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Leipzig)
Der Einzelkämpfer. Raul Hilberg und die frühe jüdische Holocaustforschung
14:15-14:45
Jerold Jacobson (University of Vermont):
Raul Hilberg as a Teacher at the University of Vermont
14:45 -15:15 Kaffeepause
15:15-15:45
Doris Bergen (University of Toronto):
"Much is Unsaid": Women in the Life and Work of Raul Hilberg
15:45-16:15
Elizabeth Anthony (United States Holocaust Memorial Museum):
Raul Hilberg and Vienna
16:15-17:00
Roundtable Discussion
Wie soll man an Raul Hilberg und seine Bedeutung für die Holocaustforschung in Wien erinnern?
Moderation: Marianne Windsperger (VWI)
Teilnehmer:innen: Evelyn Adunka (Theodor Kramer Gesellschaft - Institut für Literatur und Kultur des Exils und des Widerstands), Christian Dürr (Mauthausen Memorial), Wolfgang Schellenbacher (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes)
Anmeldung unter anmeldung@vwi.ac.at bis 29. Mai 2026 und bringen Sie bitte einen gültigen Lichtbildausweis mit.
Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen zu, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen.
Please register at anmeldung@vwi.ac.at by 29 May 2026 and bring a valid ID with you.
By participating in this event, you consent to the publication of photos, video and audio recordings made during the event.
In Kooperation zwischen dem
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) und der Theodor Kramer Gesellschaft – Institut für Literatur und Kultur des Exils und des Widerstands
Gefördert von Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und Zukunftsfonds der Republik Österreich

