HINWEIS /// Männer in dunklen Zeiten (Franz Pühringer, Ignaz Engelhofer)
Lesung + Diskussion Mit: Bruno Schernhammer und Klaus Kastberger (Enkel von Ignaz Engelhofer)
Beide sind Anfang des 20. Jahrhunderts im Almtal geboren, verlieren ihre Väter früh, der Kaiser hatte sie gerufen. Beide nützen den Aufbruch nach 1919: Franz lernt den Beruf des Drehers in den Steyr-Werken, Ignaz wird Maschinenführer in einer Papierfabrik.
Die Zeit der Wirtschaftskrise trifft Franz hart. Er emigriert in die Sowjetunion. 1938 wird er als „Spion“ verurteilt.
Ignaz wird Betriebsratsobmann, Vorsitzender der SDAP in Vorchdorf, 1935 zu einem Jahr schweren Kerker verurteilt. 1943 wird zum Ortsgruppenleiter der NSDAP bestellt.
Der Text zu Franz Pühringer erschien in der Zwischenwelt 1/2025.
Erwin Lang feiert heuer im Juli seinen 140ten Geburtstag.
In der Vorchdorfer Schule findet sich ein einzigartiges Wandbild. 2027 wird das Gebäude abgerissen werden. 1938 - 1940 war es als NS-Vorzeigebau errichtet worden. Wie kam Erwin Lang, ein „Mischling ersten Grades“ , der zu diesem Zeitpunkt in Altmünster zurückgezogen lebte, zu diesem Auftrag? Wie hat er den Auftrag – unter den herrschenden Bedingungen – konterkariert? Warum wäre es ein Skandal, wenn das Fresko in Brüche ginge?
Weitere Veranstaltungen
HINWEIS /// Am weißen Fluss /// Labor Alltagskultur, Wien
Was passierte mit den Kindern der Zwangsarbeiterinnen 1940-1945?
O2 ROSSSTALL LAMBACH
Samstag, 24. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Hafferlstraße 1a (beim Rathaus)
4650 Lambach
Lesung + Musik
Lesung mit Bruno Schernhammer
Musikalische Begleitung: Grete Dickinger (Akkordeon)
Dem Schicksal polnischer Zwangsarbeiterinnen im Gau „Oberdonau“ spürt dieser Roman nach und erzählt dabei von den Bedingungen, unter denen die hier geborenen Kinder der Ostarbeiterinnen um ihr Überleben kämpfen mussten.
Das NS-System mit seinem perfiden Rassismus wird repräsentiert durch den Gauleiter, der sich mit fanatischem Eifer persönlich der Frage der „Aufzucht fremdvölkischer Kinder“ als zukünftige Sklavenarbeiter widmet.
Bruno Schernhammer verfolgt den Lebenslauf der polnischen „Freiwilligen" Maria, die sich als Landarbeiterin ins Deutsche Reich gemeldet hat und im Kriegswinter 1943 ein Kind erwartet. In einer weiteren Erzählebene greift der Autor die Geschichte eines Mädchens auf, das in einer Landgemeinde im Almtal aufwächst. Auch Rosa widerfährt dasselbe Los:
Von einem anderen Leben in der Stadt träumend, endet ihre Hoffnung mit einer ungeplanten Schwangerschaft nach einer kurzen Beziehung zu einem deutschen Soldaten. An einem Bahnhof treffen die ProtagonistInnen schließlich aufeinander.