Theodor Kramer Gesellschaft

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Autobiographik von Exil, Widerstand, Verfolgung und Lagererfahrung

23. - 25. November 2017


VERANSTALTER: Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung (INZ) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Theodor Kramer Gesellschaft und Haus der Geschichte Österreich

Ehrenschutz: Bundespräsident Alexander Van der Bellen

PROGRAMM  

Donnerstag, 23. November 2017

14h Eröffnung:

Begrüßung:

Arnold Suppan (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
Arno Strohmeyer (Stv. Direktor des Instituts für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung, ÖAW)
Monika Sommer (Direktorin Haus der Geschichte Österreich)
Karl Müller (Vorsitzender der Theodor Kramer Gesellschaft)

14h30-16h

PANEL 1 Grundfragen autobiographischen Schreibens

Moderation: Martha Keil (Institut für jüdische Geschichte Österreichs/ Institut für österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien)

Mark H. Gelber (Be’er Sheva): Holocaust-Autobiographien als Weltliteratur
Evelyn Adunka (Wien): Was ist eine gute (jüdische) Autobiographie?
Soonim Shin (Mainz): Die Autobiographien der Lager-Überlebenden des 20. Jahrhunderts – eine „neue Literaturgattung“? Eine kritische Untersuchung von Reemtsmas These

16h-16h15 Kaffeepause

16h15-17h45

PANEL 2 Grundfragen autobiographischen Schreibens

Moderation: Traude Bollauf (FrauenAG der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung)

Konstantin Kaiser (Wien): Notizen zur Geschichte der Autobiographien des Widerstands und der Verfolgung
Marianne Windsperger (Wien): „Rede(n) an die Jugend“. Reflexionen über das Schreiben, Erinnern und kommende Generationen in öffentlichen Reden österreichischer Verfolgter
Annelyse Forst (Salzburg): Autobiographien von ehemaligen versteckten Kindern und Jugendlichen als historische Quelle

Abendveranstaltung: 19h

Roundtable-Gespräch mit ZeitzeugInnen

Moderation: Albert Lichtblau (Fachbereich Geschichte/ Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte Universität Salzburg)

Dvori Barzilai (Tel Aviv/Wien): Musik und Kunst im Spannungswinkel zwischen Israel und Österreich
Maria Elena Galidescu (Wien): Rumänien. Einreise und Auswanderung meiner Familie
Sonja Alfons Moseley (Oregon): Forever Exiled: Anton Alfons' Political Path.

Freitag, 24. November 2017

9h-11h

PANEL 3 Vergleichende Ansätze

Moderation: Heidemarie Uhl (Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW)

Teresa Cañadas García (Madrid): Die Kindheit in den Autobiographien des Exils
Margit Franz (Graz): Kolb, Koppers & Co. Rewriting Internierung in Britisch-Indien während des Zweiten Weltkrieges
Jürgen Doll (Paris): „Ich würde nicht im Konzentrationslager sterben, weil ich gar nicht erst hingehen wollte.“ Strategien des Überlebens in Jakov Linds autobiographischem Bericht über seine Kindheit und Jugend im Exil
Alana Sobelman (Be’er Sheva): The Holocaust Scholar-Autobiographer as a Writing Subject

Kaffeepause 11h-11h30

11h30-13h

PANEL 4 Monographische Annäherungen

Moderation: Günther Stocker (Institut für Germanistik, Universität Wien)

Kristina Mateescu (Stuttgart): „Wien war gestorben.“ Zu Oskar Jellineks Exiltagebüchern und autobiographischen Manuskripten
Klaus Bruckinger (Tübingen): Der „verfremdende Blick“ des zurückgekehrten Germanisten Paul Hoffmann (1917 – 1999)
Joseph W. Moser (West Chester, Pennsylvania): Erinnerungen an die Vertreibung der Juden aus dem Burgenland und Exil in Ungarn in Jonny Mosers Autobiographie „Wallenbergs Laufbursche“ (2006)

Mittagspause 13h-14h

14h-15h30

PANEL 5 Monographische Annäherungen

Moderation: Doris Ingrisch (Institut für Kulturmanagement und Gender Studies, Universität für Musik und darstellende Kunst)

Ralf Georg Czapla (Heidelberg): Flucht und Exil aus der Perspektive einer Daheimgebliebenen. Paul Schrecker in den Tagebuchaufzeichnungen seiner Frau Claire Bauroff
Sarah Knoll (Wien): Franz Marek (1913 – 1979). Ein Kommunist im französischen Widerstand aus dem Blickwinkel seiner Lebenserinnerungen
Françoise Kreissler (Paris/ Wien): Das Jahrzehnt der Extreme (1937 – 1947) in den autobiographischen Schriften von Felix Kreissler (1917 – 2004)

16h-17h30

PANEL 6 Monographische Annäherungen

Moderation: Michaela Raggam-Blesch (Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte, ÖAW)

Irene Nawrocka (Wien): Der König des schwedischen Films, Harry Schein aus Wien
Marlen Eckl (Frankfurt am Main): „Ich schreibe um herauszufinden, was ich weiß.“ Die Bedeutung autobiographischen Schreibens im Werk von Gerda Lerner
Ester Saletta (Bergamo): Portrait Margarete Schütte-Lihotzkys. Das politische Engagement einer Wiener Architektin gegen das Widerstandsvergessen

17h45

FILMVORTRAG

Melissa Hacker (New York): From Novosielitza to New York City. Creating films with Survivor diaries, letters, interviews

Samstag, 25. November 2017

9h-10h30

PANEL 7 Vergleichende Ansätze

Moderation: Peter Roessler (Max Reinhardt Seminar, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien / Theodor Kramer Gesellschaft)

Helga Schreckenberger (Vermont): Ausnahmesituationen und ihre Darstellbarkeit in den autobiografischen Texten von Hertha Pauli und Lisa Fittko
Karl Fallend (Wien): Mimi und Els. Späte Briefe einer Frauenfreundschaft (1983 – 1987). Marie Langer (Mexico City) – Else Pappenheim (New York)
Regina Weber (Marbach): Geschlossene Form oder fragmentarische Spiegelung. Ein Vergleich von Egon Schwarzʼ Autobiografie „Keine Zeit für Eichendorff. Chronik unfreiwilliger Wanderjahre“ und Heinz Politzers „Selbstportrait“

Kaffeepause 10h30-11h

11h-13h

PANEL 8 Sammlungen, Archive und Edition

Moderation: Konstantin Kaiser und Marianne Windsperger (Theodor Kramer Gesellschaft, Wien)

Anne Betten (Salzburg): Narrative autobiographische Interviews emigrierter deutschsprachiger Juden in Israel im Vergleich zu schriftlichen Aufzeichnungen
Maryna Dubyk (Kiew): Autobiographische Selbstpräsentationen der Opfer nationalsozialistischer Verfolgungen in Österreich in den Briefen an die Ukrainische Nationale Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“
Irene Messinger (Wien): Gemeinsame HerausgeberInnenschaft von Autobiografien mit Familienangehörigen am Beispiel der kommentierten Memoiren von Anita Bild
Jacqueline Vansant (Dearborn, Michigan/ Wien): „Damit nie der Kontakt verloren geht“. Problemstellungen bei der Herausgabe einer außergewöhnlichen Korrespondenz

Konzeption: Dr. Konstantin Kaiser, Univ. Prof. Karl Müller, Dr.in Irene Nawrocka, Univ. Prof. Peter Roessler, Mag.a Marianne Windsperger

Aufgrund einer begrenzten Anzahl an Plätz en wird um Anmeldung gebeten:
Online-Registrierung:
https://tinyurl.com/y8372zy8

 

 

Gefördert von:

  

Kontakt:
Mag.a Marianne Windsperger
windsperger[a]theodorkramer.at
Tel.: 43 1 720 83 84
Dr.in Irene Nawrocka
irene.nawrocka[a]oeaw.ac.at
Tel.: 43 1 51581-2603